ADFC Kreisverband Soest e.V.
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Lippstadt

Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) – Ortsgruppe Lippstadt


Die Ortsgruppe des ADFC gründete sich im Juni 2008. Zum ersten Treffen im Cafe Central kamen ca. 20 Interessierte, aus denen sich mittlerweile ein Stamm von 5 bis 10 Aktiven gebildet hat. Die kommunale Gruppierung des ADFC-Bundesverbands im Kreisverband Soest um den Lippstädter Christian Ringel hat sich zum Ziel gesetzt, an der Verbesserung der Radverkehrssituation in Lippstadt mitzuarbeiten. Hier gibt es in der Tat einiges zu tun: Seien es nun Radwege in schlechtem Zustand, „Drängelgitter“, die Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer aufhalten, oder Ampelschaltungen, die autogerecht geplant werden, aber Radfahrende diskriminieren, die Schwachstellen im Lippstädter Radwegenetz sind zahlreich.Es gibt also noch viel zu tun.

 

Die Lippstädter ADFC-Gruppe versucht, überparteilich und unabhängig, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den politischen Parteien, auf eine Verbesserung der Radverkehrssituation in der Stadt hinzuarbeiten.

 

Daneben ist ein weiterer Schwerpunkt die Förderung des Fahrradtourismus auf lokaler Ebene.

 

Die Aktiven treffen sich an jedem letzten Dienstag im Monat um 19.30 h im Begegnungszentrum MIKADO (1. Stock) in der Goerdelerstr. 70 in 59557 Lippstadt. Interessierte Fahrradfahrer und Gäste sind zu den Treffen herzlich eingeladen.

 

 

Meine Kontaktdaten:

Christian Ringel

02941/96 86 010 (AB)

christianringel@web.de

 

 

"Der Patriot"

Eckhard Heienbrok am 31. August 2018 - 19:03 h  

 

Radler-Lobby macht mobil

 

Es war die erste große „Protestaktion“ des ADFC in Lippstadt: Im Rahmen der Klimaschutzwoche 2013 drehten die Radler zwei Runden über den Innenstadtring – und die Autos mussten warten. Das Motto damals: „Wir behindern nicht den Verkehr – wir sind der Verkehr.“

 

LIPPSTADT    „Drängelgitter“ und „Bettelampeln“, holpriger Asphalt und zugeparkte Radwege: Solche Hindernisse und Hemmschuhe für den Radverkehr hat die heimische Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) seit mittlerweile zehn Jahren im Blick. Seit der Gründung im Juni 2008 kümmert sich auch in Lippstadt eine kleine Gruppe engagierter Bürger um die Belange von Radfahrern und setzt sich für Verbesserungen für den Zweiradverkehr ein.

In dieser Zeit hat sich die Lage durchaus verbessert. So gibt ADFC-Sprecher Christian Ringel dem Radverkehr in Lippstadt im Vorfeld der am heutigen Samstag beginnenden bundesweiten Radler-Umfrage des ADFC eine „Zwei minus bis Drei plus.“ Zum Vergleich: Bei den vorausgegangenen „Klimatests“ langte es nur zum „Ausreichend“.

Etwa 20 interessierte Bürger waren vor zehn Jahren ins Café Central gekommen, als dort die Geburtsstunde der ADFC-Ortsgruppe schlug. Heute ist es, so Ringel, ein Stamm von fünf bis zehn Aktiven, der sich zu den regelmäßigen Treffen einfindet, die immer am letzten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus Mikado, Goerdelerstr. 70, stattfinden.

Dabei werden verschiedenen Themen rund ums Fahrrad besprochen (z. B. Tipps für Radtouren, technische Fragen) und Aktionen geplant, wobei der Schwerpunkt die Verkehrspolitik ist. Es geht um Gespräche mit der Stadtverwaltung, Mitarbeit bei Mobilitätskonzepten, Stellungnahmen etc.

In den vergangenen zehn Jahren wurden diverse Aktionen durchgeführt und Veranstaltungen begleitet. So unternahmen die ADFCler in der Anfangszeit (2010 und 2011) „verkehrspolitische Radtouren“, um Politikern Schwachstellen aufzuzeigen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Im Jahr 2013 beteiligten sie sich mit einer Rundtour durch die Innenstadt, bei der die Radler aufgrund der Gruppengröße nebeneinander fahren durften, an der Klimaschutzwoche. Auch bei diversen Veranstaltungen (Markt der Möglichkeiten, Lippstädter Lenz, Parkzauber) zeigt die Radler-Lobby Flagge.

Radanteil am Verkehr liegt bei 26 Prozent

Ziel ist es, „zusammen mit der Verwaltung und den Parteien auf eine Verbesserung der Radverkehrssituation in unserer Stadt hinzuarbeiten“. Dabei legen die Rad-Fürsprecher aber großen Wert darauf, dass ihr Engagement „überparteilich und unabhängig“ ist, wie Ringel sagt. Daneben sei die Förderung des Fahrradtourismus auf lokaler Ebene ein weiterer Schwerpunkt.

Das Fazit nach zehn Jahren ADFC-Arbeit fällt durchwachsen positiv aus. Etliche Vorschläge der Radler-Lobby sind laut Ringel bereits umgesetzt, andere Anregungen harren noch der Realisierung.

Auf der Haben-Seite steht der von Anbeginn geforderte Abbau von zahlreichen „Drängelgitter“ genannten Umlaufsperren. Auch der Umbau der Woldemei mit Radwegen in beiden Richtungen, der neue Radweg zwischen Rathaus- und Marktstraße sowie die Möglichkeit, fast überall in der Altstadt gegen die Einbahnstraße radeln zu können, seien als große Fortschritte zu verbuchen. Und nicht zuletzt habe Tempo 30 in vielen Bereichen der Innenstadt insgesamt zu einer Beruhigung des Verkehrs beigetragen. Auch die Aufhebung der Benutzungspflicht für viele unzumutbare Radwege sei eine „deutliche Verbesserung“.

Mit Blick auf die für Radler ideale Landschaftstopographie und den boomenden Markt der Pedelecs könnte nach Ringels Einschätzung der Radanteil an den Strecken in Lippstadt – derzeit 26 Prozent – in Zukunft noch um einiges gesteigert werden.

Ein Ärgernis sind aus Sicht des Fahrrad-Clubs dagegen holprige, zu schmale und oftmals um Parkbuchten verschwenkende Radwege. Nervig ebenfalls die „Bettelampeln“, an denen Radler Grün anfordern müssen – und etwa im strömenden Regen warten müssen, während die parallel fahrenden Autos wie selbstverständlich Grün haben.

Dabei geht es auch anders. Hier verweist Ringel auf Anlagen wie an der Beckumer/Bastionstraße. Die dortige Ampel mit ein paar Sekunden Vorlauf für Radfahrer sei vorbildlich.

„Weltweit größte Radklima-Umfrage“

Gespannt sind die Mitglieder der ADFC-Gruppe, wie sich die umgesetzten Verbesserungen im diesjährigen „Fahrradklimatest“ niederschlagen, der am Samstag, 1. September, startet. Beim letzten Mal (2016) gab es für Lippstadt nur ein „Ausreichend“. Aus Ringels Sicht eine ungerechtfertigt schlechte Bewertung, aber damals war etwa der Woldemei-Umbau auch noch gar nicht umgesetzt.

Der Klimatest, laut ADFC „die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit“, findet zum achten Mal statt. Schwerpunkt diesmal: die Familienfreundlichkeit des Radverkehrs. Bei der bis zum 30. November gehenden Online-Umfrage werden 32 Fragen gestellt – etwa ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt. 2016 machten über 120 000 Bürger in 539 Städten mit. In Lippstadt waren es 167 Teilnehmer. Eine Zahl, die laut Ringel in diesem Jahr gern überschritten werden dürfte.

www.fahrradklima-test.de

 

Eckhard Heienbrok

Dieser Artikel wurde von Eckhard Heienbrok am 31. August 2018 - 19:03 Uhr veröffentlicht.

 

ADFC-Ortsgruppe beim "Markt der Möglichkeiten" im 17. Januar 2015 in Lippstadt

Tourentipps rund um Lippstadt

Zusammen mit der Kultur- und Wirtschaftsförderung Lippstadt (KWL) haben wir Tipps für schöne Radtouren in der Umgebung von Lippstadt zusammengestellt:

Impressionen

Infostand beim "Parkzauber" im Grünen Winkel in Lippstadt am 17. Juni 2018

Ansprechpersonen im ADFC Kreisverband Soest e.V.

Christian Ringel, Lippstadt

(02941) 96 86 010

Klaus Kabst, Soest

(02921) 33 5 32

Rita Cordes, Warstein

(02902) 76 8 46

Christian Steinhaus, Lippetal

(02923) 65 37 5

Kontakt

Anfragen zur Radfahrschule, die von Christine und Klaus Kabst geführt wird, können Sie gerne auch zentral stellen und anrufen; ein Anrufbeantworter ist geschaltet unter:

 

+49 2921 98 17 000 AB

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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