ADFC Kreisverband Soest e.V.
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10 Gerüchte, die das Radfahren verleiden

Hartnäckig halten sich Gerüchte über Technik und Ausstattung von Fahrrädern, außerdem Empfehlungen für Fahrweisen, die beim näheren Hinschauen das Radfahren zur Qual werden lassen können.

Wir informieren hier über Hintergründe und Details, die quasi als Rezept genutzt werden können. Mit einem Menu aus einer Vielfalt an Zutaten wird satt über das Radfahren berichtet. Für mehr Freude und Leichtigkeit beim gesunden Pedalieren.

 

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Gerücht Nr. 1

Je mehr Gänge das Rad hat, umso schneller kann ich fahren.

 

 

 

Gerücht Nr. 2

Ein niedrig gestellter Sattel erleichtert das Auf- und Absteigen vom Fahrrad.

 

Gerücht Nr. 3

Ein Korb an der Lenkerstange oder am Gepäckträger ist praktisch für den Transport.

 

Gerücht Nr. 4

Bei einem Rad mit kleinen Rädern kann ich schneller vom Rad kommen als bei einem 28-Zoll-Reifen.

 

Gerücht Nr. 5

Ein Rad mit Rücktritt ist leichter und sicherer abzubremsen als ein anderes Bremssystem.

Gerücht Nr. 6

Ein Fahrradhelm schützt vor ernsthaften Unfällen

 

 

 

 

 

 

Gerücht Nr. 7

Mit einem weichen Sattel oder flauschigen Sattelüberzug fährt sich das Rad bequemer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerücht Nr. 8

Mangelnden Gleichgewichtssinn gleiche ich am Besten durch Geschwindigkeit oder Stützräder bzw. ein Dreirad aus.

 

 

Gerücht Nr.9

E-Bikes fahren sich so leicht, da brauche ich keine Körperfitness.

 

 

 

 

Gerücht Nr. 10

Beim Soester Kopfsteinpflaster federt es besser mit weniger Luft im Reifen.

Nicht die Anzahl der schaltbaren Gänge ist entscheidend wie schnell jemand sein kann, sondern die Fähigkeit des Menschen Antriebsenergie zu entwickeln.

Die Beine funktionieren anders als ein Automotor. Beim Auto ist der erste Gang der Geländegang mit entsprechend starkem Kraftaufwand. Um in hohen Gängen beim Fahrrad fahren zu können, muss eine Grundbewegungsenergie vorhanden sein, um diesen überhaupt treten zu können. Der Rollwiderstand ist in kleinen Gängen geringer als bei großen Gängen.

Gesundes Radfahren nutzt daher die Trittfrequenz als Hautpenergie für den Vortrieb. Wir erläutern, warum.

Das Maß aller Dinge besteht in der Form des menschlichen Körpers und dem Radtyp. Mensch und Technik bilden ein Team. Ein zu niedrig gestellter Sattel behindert den Vortrieb. Die Kraft kann nicht optimal auf die Pedale gebracht werden und es entstehen unangenehme Durchverhältnisse mit Schmerzen an betroffenen Körperstellen.

Wir erläutern, worauf zu achten ist, damit das Radfahren Freude macht.

 

Als Faustformel kann gelten:

  • je höher die Traglast angebracht ist, umso höher ist der Schwerpunkt des Fahrrades. Das hat Folgen für die Spurtreue und die Balance des Fahrrades.

Fahren mit Gepäck verändert das Fahrverhalten des Rades und fordert besondere Aufmerksamkeit. Wir erläutern, was bequemer ist.

 

 

 

Wenn Sie jemanden hören, der so etwas sagt, so merken Sie auf. Der Mensch fühlt sich unwohl auf dem Rad, ist unsicher in der Wahrnehmung von "oben" und "unten" und  ist besorgt darum, das Rad und Bewegungsenergie zu beherrschen.

Wir klären auf, über Standfestigkeit und Bodenhaftung, zur Einstellung des Rades und empfehlen Begleitübungen.

 

Lesen Sie auch "Effizienter Antrieb" und "Stopp & Hopp".

 

 

Bremsen und Bremstechnik hat zwei Seiten. Die Fähigkeiten des Menschen, schnell und angemessen zu reagieren und das Bremssystem am Rad. Die Entwicklung des Fahrrades hat verschiedene technische Möglichkeiten hervorgebracht. Die besten Bremssysteme sind an den natürlichen Gegebenheiten des menschlichen Verhaltens und Körpers angepasst.

 

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Wussten Sie iegentlich das der Fahrradhelm nach DIN Norm entwickelt und getestet worden ist. Er hält max. 5 kg Aufprall aus, ohne zu brechen. Gemessen wird übrigens der freie Fall von oben nach unten. Sind Sie sicher, dass Sie mit Ihrem Kopf mit dieser Bewegungsenergie und Kraft bei einem Unfall aufkommen werden?

Unsere Empfehlung: Seien Sie sich bewusst, dass Sie auf unerwartete Verkehrssituationen reagieren müssen. Fahren Sie umsichtig, seien Sie bremsbereit, geben Sie eindeutig Zeichen und beherrschen Sie Rad und Ihren Körper. Die Fahrweise anderer Menschen und Fahrzeuge können Sie nicht wirklich beeinflussen.

 

 

Nicht auf die weiche Unterlage, sondern auf die Federung des Sattels und die Sitzhaltung (Gewichtsdruck auf dem Sattel) sowie die körperliche Fitness kommt es an.

Ermüden die Radfahrenden schnell, lässt die Körperspannung nach und die Schwerkraft des Oberkörpers sucht sich ihren Weg zum Boden. Da zum z.B. auf einem Cityrad 70% des Körpergewichtes auf dem Sattel aufgenommen werden und das Gesäß max. 50 % ertragen kann, führt die Überlastung mit der Zeit zu Druckbeschwerden.

Unsere Empfehlung:

Überlegen Sie beim Kauf des Rades für welchen Zweck und in welchem Umfang bzw. welche Fahrzeit Sie das Rad nutzen wollen. Bei einem Rennrad beispielsweise tragen die Füße die Hauptlast und das tun diese ja auch, wenn sie zu Fuß gehen. Bauen Sie außerdem körperliche Fitness auf. Ein Ledersattel für Männer oder Frauen passt sich nach und nach Ihrer Körperform an und unterstützt richtig eingestellt die Kraftübertragung besonders gut.

Körperbalance und Balance des Fahrrades sind keine Hexerei. Zur Stärkung der aufrechten Körperhaltung oder der Rückenmuskulatur zur Haltearbeit während des Radfahrens in gebeugter Oberkörperhaltung hat eine andere Gewichtsverteilung zur Folge.

Dieses ausbalancieren zu müssen und Fliehkräfte zu kennen, wird nicht durch zusätzliche Räder abgestellt.

Unsere Empfehlung:

Informieren Sie sich über zu Ihnen passende technische Hilfsmittel und trainieren Sie deren Gebrauch genauso wie Ihre Körperbalance.

 

 

 

Der Antrieb bei einem E-Bike ist immernoch der Mensch, der sich vom Elektro-Motor unterstützen lassen kann.

Die Praxis zeigt, dass die meisten Menschen zumeist körperlich nicht in der Lage sind, mit den erhöhten Geschwindigkeiten umzugehen und die Bewegungsenergie zu beherrschen.

Auf- und Absteigen, Bremsen und mit Unsicherheiten aus mangelnder Körperbalance erhöhen das Unfallrisiko.

 

Unsere Empfehlung:

Training von Gleichgewichtssinn und Trittfrequenz, außerdem korrekte Einstellung des Rades.

Nach einer aktuellen Masterarbeit von der Sporthochschule Köln (Mountainbike Magazin 09/14) für die Elastizität und Federung der Reifen auf dem Gelände sind die Breite, die Dichte des Gummis und der Luftdruck maßgeblich. Der Rollwiderstand sinkt mit der Größe der aufliegenden Fläche des Reifens.

Unsere Empfehlung: Bequemes Fahren, insbesondere bei größerem Körpergewicht erlauben die "Sumo-Reifen". Generell mit niedrigem Reifendruck zu fahren, also nicht nur auf Kopfsteinpflaster in Teilen der Innenstadt verschlechtert die Laufleistung und erhöht das Risiko von Reifenpannen.

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