ADFC Kreisverband Soest e.V.
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ADFC gibt Tipps für fahrradfreundliches Bad Westernkotten - Mai 2019

ADFC-Mitglieder mit W. Marcus (Verkehrsverein Bad Westernkotten) an der Hellweg-Therme (v.l. Stefan Hammeke, Christian Steinhaus, Wolfgang Marcus, Manfred Scholz, Christian Ringel)

Fahrradfreundliches Heilbad

 ADFC gibt wertvolle Hinweise

Bad Westernkotten. Auf Einladung des Verkehrsvereins für Bad Westernkotten und die Stadt Erwitte waren jetzt vier Mitglieder des allgemeinen deutschen Fahrradclub (ADFC), Kreisverband Soest, im Heilbad zu Gast: Christian Ringel, Christian Steinhaus, Stefan Hammeke und Manfred Scholz, alles ausgewiesene Fachleute in Sachen Radverkehr. Gemeinsam mit Wolfgang Marcus in seiner Funktion als Vorsitzender des Verkehrsvereins radelten sie durch das Heilbad, um Stärken und Schwächen im Bereich des Radverkehrs zu analysieren. Dabei ging es unter anderem um die Aspekte: klimaneutrale Mobilität, Verkehrssicherheit, Orientierung, Service und Radfahren als touristisches Angebot. So wurden - neben vielen Stärken - auch etliche Schwächen ausgemacht, so etwa die fehlende Zusatzbeschilderung an Sackgasse schildern „Radfahrer frei“, die schlechte Ausstattung mit geeigneten Fahrradständern am Thermalbad, an der Schule und an der Turnhalle, eine fehlende Karte für den Radfahrer, der in unmittelbarer Umgebung von Bad Westernkotten fahren wollen, das Fehlen von ADFC zertifizierte Bett und Bike-Unterkünften, eine zentrale Info-Vitrine mit Fahrradkarte und Informationen für Radfahrer an zentraler Stelle, die geringe Absicherung von Pollern und die zahlreichen Umlaufsperren, die insbesondere für Fahrräder mit Kinderanhängern, Tandems und Rollstuhlfahrern eine unüberwindliche Hürde bilden. Ausführlich beschäftigte man sich auch mit der besseren Einfädelung des Radfahrverkehrs am Ortseingang aus Richtung Bökenförde sowie die mögliche Verlegung der Touristik-Radrouten von der Nordstraße auf die Osterbachstraße. Auch über den Einsatz von Lastenfahrrädern etwa zum Einkaufen wurde gesprochen. Der Verkehrsverein will jetzt die Maßnahmen bündeln und sie gemeinsam mit der örtlichen Politik zeitnah umsetzen.

Auf Anregung des ADFC will man auch in der gesamten Stadt Erwitte an einer entsprechenden Online-Umfrage, dem nächsten „Fahrradklima-Test“, der 2020 stattfindet, teilnehmen. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist das Zufriedenheitsbarometer der Radfahrer in Deutschland und eine anerkannte Methode zur Erhebung der Radverkehrsbedingungen in Städten aus Sicht der Radfahrerinnen und Radfahrer. Städte wie Erwitte benötigen mindestens 50 Teilnahmen.

Wolfgang Marcus: „Bei der Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs in unserem Heilbad kommt dem Fahrrad eine große Bedeutung zu: Keine Abgase, wenig Lärm, gesundheitsbewusste Bewegung, körperliche Ertüchtigung und eine andere Form von Freiheit, als sie einem Autofahrer durch vollgestopfte Straßen vermittelt wird, das sind für mich die großen Vorteile des Radfahrerverkehrs.“

Ein großes Echo zur Fahrraddemo vom 25.4.2018 von Radlern jeden Alters und der Medien bestärkt uns dran zu bleiben an dem Thema: für eine kultivierte Mobilität im Straßenverkehr!!

Achtzig Demonstranten starteten pünktlich am  25. 4. 2018 um 18.00 h am Bahnhof (vor der Radstation). Die Route führte durch die Stadt, über die Mittelradwege in der Jakobi- und Nöttenstraße, den Westenhellweg auf den Wisby-Ring, mit einem Halt an der Unfallstelle Wisbyring/Kreuzung Deiringser Weg, wo kürzlich ein junger Radfahrer von einem rechtsabbiegenden LKW getötet wurde. Von dort aus dann zurück über die Arnsberger Straße, den Bruno-, Immermann-, Nelmannwall Richtung Bahnhof, dem Endpunkt der endet die Demo. Hier Links zu den Berichten der Medien:

Beitrag im WDR-Radio

https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/soest-radfaherer-demo-100.html

Beitrag vom Soester Anzeiger

https://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/fahrrad-demo-soest-mehr-sicherheit-radfahrer-9815986.html

 

Überwältigend große Teilnahme bei der ADFC-Anradeltour 2018 von Warstein zum Obelisk nach Klieve und Anröchter Steinmuseum.

Unsere ADFC-Tourenleiterin Rita Cordes aus Warstein führte am 29. April 35 Radler über die Haar. Es waren zehn Personen mehr als durch Anmeldungen bei den Kooperationspartnern der Marketingabteilung der Stadt Warstein und der Warsteiner Verbundgesellschaft erwartet worden waren. Zum Rahmenprogramm zählte eine offizielle Begrüßung am Obelisk von Klieve durch Heinrich Mendelin, dem ersten Vorsitzenden des Heimatvereins Anröchte. Dieser referierte engagiert über die Geschichte und heutige Bedeutung der Steinbrüche in Anröchte und Klieve. Auch Bürgermeister Alfred Schmidt war eigens per Fahrrad zur Aussichtsplattform gekommen und hieß die Gäste herzlich willkommen. Noch anschaulicher konnte der Warsteiner Radlergruppe der Abbau und die Verarbeitung von Anröchter Stein beim Besuch des Anröchter Steinmuseums verdeutlicht werden. Frisch gestärkt mit einem kleinen Imbiss und Getränken, die von Thorsten Kosfeld von der Warsteiner Verbundgesellschaft an die Radler gereicht wurden, machte sich die Gruppe über Mellrich an den bergigen Anstieg der Haar auf den Rückweg. Leider beendete ein Wolkenbruch vorzeitig den Anradeltag, so dass alle Teilnehmer auf kürzestem Weg wieder gen Heimat fuhren.

Interview mit Rita Cordes zur Radfahrlandschaft in Warstein

aus dem Interview zum Anradeln der WESTFALENPOST von Laura Handke.

"Rita Cordes (...) gibt einen Überblick über die Situation für
Radfahrer in Warstein, Vorteile und Probleme, die auftreten können.
Sie fahren persönlich sehr gerne Fahrrad – wie fährt es sich denn in Warstein?
Für Freizeit-Radler gibt es viele und tolle Möglichkeiten in Warstein. Es gibt anspruchsvollere Strecken mit kleinen Steigungen, genauso gut kann man aber auch flache Strecken
fahren, zum Beispiel die Möhnetal-Radstrecke Richtung Brilon.
Es gibt viele ausgeschilderte Radwege und Feldwege die man hier mit dem Rad befahren kann, so bleibt es immer abwechslungsreich.

Gibt es denn auch Probleme?
Eigentlich ist die Situation hier sehr gut. Problematisch sehe ich allerdings die innerstädtischen Bereiche. Vor allem direkt in Warstein. Wenn man vom LWL-Gelände aus kommt, hat man quasi nur die Möglichkeit auf der Hauptstraße durch Warstein zu fahren, im Berufsverkehr ist es schon häufiger zu wirklich
gefährlichen Situationen gekommen – zum Beispiel wird man
sehr eng von den Autofahrern überholt, sodass nur ein minimaler Abstand zwischen Auto und Rad ist. Das kann böse enden.

Was könnte man denn in Ihren Augen verbessern?
Das ist eine schwierige Frage, es geht natürlich auch immer um die Umsetzbarkeit. Man könnte nach einer Alternative schauen, damit die Radfahrer nicht direkt durch die Innenstadt
fahren müssen oder alternativ neue Radstreifen schaffen, um
mehr Sicherheit zu gewährleisten. Das könnte natürlich zu Lasten des Parkraums gehen, eine wirkliche Möglichkeit sehe ich in neuen Radstreifen also nicht.
Hat sich denn in den vergangenen Jahren für Warsteins Radfahrer etwas verändert?
Ja es hat sich einiges geändert. Die Beschilderung ist deutlich besser geworden durch das Knotensystem, das vor drei Jahren eingeführt wurde. So haben die Radler einen schönen
richtungsweisenden Überblick, auch der nächste Knotenpunkt
wird angezeigt. Das ist auch für Menschen von außerhalb gut, die keine Ortskenntnis haben. Das finde ich wirklich toll. Ich habe auch schon häufiger Hinweise an die Stadt gegeben, die wurden immer sehr ernst genommen, darüber bin ich sehr dankbar. Auch den Fahrradbus halte ich für ein tolles Angebot.
Dadurch sind Radfahrer viel flexibler geworden und es ist mal
was anderes.

Immer stärker im Trend sind auch E-Bikes und Pedelecs. Was halten Sie von der Entwicklung?

Ein Pedelec eignet sich wirklich gut für Menschen, die vielleicht nicht mehr so viel Kraft haben, um mit dem herkömmlichen Rad zu fahren. Man bleibt trotzdem aktiv und ist viel an der frischen Luft unterwegs. Außerdem finde ich, dass jeder Kilometer, den man das Auto stehen lässt, eine positive Entwicklung ist.

Ein E-Bike ist ja nochmal eine andere Geschichte: Es fährt bis zu 45 Kilometer pro Stunde, es besteht Helmpflicht und gibt viel zu beachten. Aber für ältere Menschen ist das generell eine gute Alternative, um auch im Alter noch aktiv zu bleiben und rauszukommen. Bewegung ist Ihnen also sehr wichtig...

Ja, unbedingt! Ich fahre schon seit meiner Kindheit viel und gerne mit dem Fahrrad. Es macht den Kopf frei, man bewegt sich und der Radius ist deutlich größer als beim Laufen. Ich finde es schön, dass man dadurch die Region besser kennenlernen kann und die Möglichkeit hat neue Orte zu entdecken. Bei meinen Radtouren habe ich auch schon viele neue Bekanntschaften geschlossen.

(...) Was ist denn Ihr persönlicher Geheimtipp
für Warsteins Fahrradfahrer?
Der Kreis hat mal eine Broschüre mit Lieblingsradtouren rausgegeben. Da ist auch eine von mir drin. Die Tour geht über den Möhnetal-Radweg und dann oben über den Haarstrang wieder zurück. Sie ist abwechslungsreich und man hat
einen tollen Blick über das Waldpanorama."

Land NRW nimmt Verkehrspilot-Untersuchung zurück

Radstreifen in der Jakobistraße weicht Fahrradstraße. Da das Land seine Zusage im Streit um den Radstreifen in der Jakobistraße zurückgenommen hat, sucht die Stadt nach einer Lösung. Für den Bestand und die verbesserte Sicherheitslage in Soest haben in diesem Jahr 200 RadlerInnen nach Aufruf des ADFC Kreisverbandes demonstriert. Wir dokumentieren hier unseren Leserbrief, der vom Soester Anzeiger veröffentlicht wurde.

 

 

Radtouren mit Manfred Scholz

Foto: Manfred Scholz, Wuppertal Nordbahntrasse

Unser Vorstandmitglied und Tourenguide Manfred Scholz bietet u.a. auch mehrmals im Jahr Radtouren an, die im Regelfall zwischen 40 km und 70 km lang sind. Das Tempo richtet sich nach der Leistungsstärke der „schwächeren“ Mitfahrer*innen.

 

Schauen Sie bitte in die örtliche Presse, dort werden in unregelmäßigen Zeitabständen Touren angeboten. Es ist zu beachten, dass jeder ein verkehrssicheres Fahrrad fährt und möglichst einen Helm trägt. Jeder Mitfahrer hat sich nach den Regeln der Straßenverkehrs-ordnung zu verhalten. Eine (Mit-) Haftung des ADFC durch nicht sachgerechtes Verhalten während der Touren ist ausdrücklich ausgeschlossen.

 

In 2017 hat er bisher angeboten, nach Lünen entlang des renaturierten Flusslaufs der Seseke und entlang einer aufgegebenen Bahnstrecke in Wuppertal (Nordbahntrasse) zu fahren.

 

Im Juni ging es zunächst per Bahn nach Welver, von dort mit dem Fahrrad auf der alten Bahnstrecke von Welver nach Unna-Königsborn bis zur Ortschaft Lenningsen. Dort trafen wir auf die Seseke, früher ein kanalisierter Bachlauf, heute ein wunderschöner flacher Flusslauf, der auf Werler Stadtgebiet entspringt, über Kamen nach Lünen fließt und dort in die Lippe mündet.

Die Rückfahrt ging entlang des Datteln-Hamm-Kanals bis zum Bahnhof in Hamm und per Bahn wieder nach Soest zurück. Die Tourlänge per Fahrrad betrug etwa 50 km.

Im Juli ging es ebenfalls per Bahn zunächst nach Haan-Gruiten. Danach stiegen wir aufs Rad und fuhren auf der sog. Wuppertaler Nordbahntrasse über Sprockhövel bis nach Hattingen/Ruhr. Die 1984 von der Deutschen Bahn aufgegebene Personen- und Güterbahn-strecke und der darauf ab 2002 von engagierten Bürgern initiierte und teilweise selbst gebaute Radweg bot reihenweise einen Wechsel herrlicher Aussichten von hohen Brücken auf die Stadt sowie mehreren Tunneldurchfahrten. Der längste war 722 m lang.

Per S-Bahn ging es nach Essen und von dort weiter nach Soest. Ein schöner Ausklang war, weil die netten Mitfahrer Barbara und Jörg uns in ihrem Garten bewirteten. Die Tourlänge betrug etwa 65 km. (Bericht: Manfred Scholz)

Fahrradthon der Gemeinde Lippetal, ein Erlebnis

Bei herrlichem Radfahrwetter konnte der Fahrradthon in Lippetal am 13. August 2017 wieder einmal einen Mitmachrekord aufstellen.

In Herzfeld hatte der Stand des ADFC Kreisverband Soest nicht nur wegen seiner Funktion als Stempelstelle großen Zulauf. Klaus, Christian, Martin, Rita und Stefan verteilten die Broschüren des ADFC und die Radkarte des Kreises Soest wie warme Semmeln an die interessierten TeilnehmerInnen des Radfestes. Immer wieder zeigt sich, dass die kleine Gemeinde im Norden des Kreises Soest sich um die Menschen bemüht und miteinander anpackt. Selbstverständlich besucht der Bürgermeister die Stationen des Fahrradthons und bedankt sich bei den vielen Ehrenamtlichen, die der Veranstaltung ihre Prägung geben. Man kennt sich und läd gerne Fremde ein zu Gast zu sein. Die landschaftlich reizvolle Strecke, die im Uhrzeigersinn befahren wird, ermöglicht es den Teilnehmenden jeden Alters in eigener Geschwindigkeit das Terrain zu erkunden. Mitfeiern und Gemeinschaft erleben ist der Kern der Veranstaltung. Schon jetzt steht fest, dass der ADFC im nächsten Jahr wieder dabei sein wird.

ADFC-Klimatest 2016 für Soest

aus der Pressemitteilung des Vorstands an die Lokalredaktionen von Manfred Scholz:

 

In der vergangenen Woche hat der Bundesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs die Ergebnisse der im November 2016 durchgeführten Umfrage veröffentlicht. Hierbei kamen aufgrund der vorgegebenen Modalitäten letztlich nur vier Städte des Kreises Soest in die Wertung (Soest, Lippstadt, Geseke und Warstein), obwohl nur 50 Stimmen einer Stadt oder Gemeinde ausgereicht hätten. Wenn Städte oder Gemeinden es ernst meinen mit einer Fahrradförderung, so sollten sie besser auf die Umfrage aufmerksam machen und die angemerkten Punkte genauer unter die Lupe nehmen.

Soest hat bei der Beteiligung zwar nicht so gut abgeschnitten wie zwei Jahre zuvor in 2014, doch mit 140 abgegebenen Stimmen gibt es hinreichend Stoff genauer hinzuschauen.

 

Vergleicht man die Städte der Größenordnung bis 50.000 EW in NRW untereinander, so sticht Soest mit einer Schulzensuren vergleichenden Note mit 3,0 und einem guten 9. Platz von 68 Teilnehmern hervor und steht in der Spitzengruppe. Auch mit einem 22. Rang von 364 in ganz Deutschland schneidet unsere Stadt sehr gut ab.

 

Womit Soest punkten kann ist die recht gute Anbindung des Stadtzentrums, was ein zügiges Radfahren erlaubt. Auch der Spaß am Radfahren in der Stadt in für den Gegenverkehr geöffneten Einbahnstraßen und guter Weg-weisung für Radfahrer ist ihm nicht zu nehmen.

Mit einem befriedigenden Ergebnis schnitten beispielsweise die Punkte Winterdienst auf Radwege, das allgemeine Sicherheitsgefühl oder Ampel-schaltungen ab, wobei zum Winterdienst zu bemerken wäre, dass der städtische Baubetriebshof natürlich seine notwendige Prioritätenliste abarbeitet, aber auch eine solch bestehende Liste ist nicht in Stein gemeißelt. Hier bedarf es eines Gesprächs mit den Verantwortlichen, ob nicht Verschiebungen zugunsten des Radverkehrs möglich sind.

Etwas schlechter – aber immer noch befriedigend – schnitt die Stadt bei der Breite oder Oberflächen der Radwege ab, was aber nicht nur an der Stadt Soest liegt, ist doch Straßen.NRW für den außerordentlich schlechten Zustand der Radwege an der Ringstraße zuständig.

Nachholbedarf besteht nach Meinung der an der Umfrage Teilnehmenden bei einer Fahrradmitnahme im öffentlichen Nahverkehr, bei öffentlichen Leihfahrrädern oder der Führung an Baustellen. Doch hierbei ist die Stadt­verwal­tung in Schutz zu nehmen, denn vieles hat sich schon zum Besseren gewendet, weil verstärkt von der Straßenverkehrsbehörde darauf geachtet wird, dass Umleitungen für Radfahrer ausgeschildert werden (Beispiel die Baustellenführung beim Bau der neuen BMW-Autohauszufahrt an der Arnsberger Straße / Waldorfschule). Woran es noch hapert, sind die Möglich­keiten an Tagesbaustellen, die oftmals mir nichts dir nichts eingerich­tet werden und der Radfahrer dann im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße steht.

 

Was der ADFC in Soest besonders im Auge behält, ist die weitere Verbes-serung der Verkehrsverhältnisse für Radfahrer insbesondere bei zu planenden Baugebieten, so dass sie nicht benachteiligt werden und wie so oft der Autoverkehr Vorrang erhält. Hier muss sich die Stadt gegebenenfalls fragen lassen, ob man es ernst meint mit der Fahrradfreundlichkeit. Denn Parkplätze für ein Auto vor einem Geschäft zu schaffen und dafür die Radfahrer zusehen zu lassen, wo sie ihr Gefährt sicher abstellen können, ist aber auch noch nicht in die Köpfe der Geschäfteinhaber gedrungen. Denn was hat ein Geschäftsmann von einem Autostellplatz, wenn sechs Fahrräder den gleichen Raum beanspruchen? So sollten die Kaufleute doch mittlerweile wissen, dass sechs Radfahrer nicht nur arme Leute sind und viel mehr Geld im Geschäft lassen als ein einziger Autofahrer.

 

 

Freundliche Grüße

Der Vorstand im ADFC Kreisverband Soest

Christian Ringel, Klaus Kabst, Manfred Scholz

 

Zum Soester Bördetag - Besuch aus Polen

Foto: Manfred Scholz, Radtour mit Besuch aus Schlesien

Bericht: Manfred Scholz

 

Zum Bördetag besuchte eine Reisegruppe aus Strzelce Opolskie (Groß-Strehlitz) die Partnerstadt Soest.

Die Hanseatische Gesellschaft unter Petra Menke-Koerner hatte die Kontakte zu den polnischen Radfahrern hergestellt, die der Soester Fahrradclub des ADFC gerne angenommen hat, um die zehnköpfige Reisegruppe am Wochenende durch die zurzeit blühende Börde zu führen.

 

Unter Leitung von Tourenguide Manfred Scholz stand zum ersten Kennenlernen am Freitagnachmittag eine vierstündige Tour durch flaches Bördeland auf dem Programm, während am Samstag die fast 60 Kilometer lange hügelige Herz-Route über Möhnesee und Bad Sassendorf befahren wurde.

Sprachprobleme konnten dank des Dolmetschers Alois Baron, der selbst aus Strzelce Opolskie stammt und heute im Bergischen Land beheimatet ist, ganz schnell ausgeräumt werden.

Die Gäste zeigten sich begeistert von den guten Möglichkeiten, in Soest und Umgebung mit dem Rad zu fahren, besonders der Blick vom Möhneseeturm bei allerbestem Wetter hat es ihnen angetan.

Auch fanden sie lobende Worte für das Knotenpunktsystem, welches seit letztem Jahr im Kreis Soest installiert ist und sie somit am  Sonntagvormittag eigenständig noch eine kleine Tour fahren konnten, bevor es wieder Richtung Schlesien ging.

 

Die gut ausgerüstete polnische Gruppe, die ausschließlich aus Radfahrern bestand, hat den Soester ADFC zu einem Gegenbesuch im September nach Groß-Strehlitz eingeladen.

 

Anradeln in Warstein mit der Tour „Steine und mehr“

Blick nach Warstein-Belecke, Foto: Christine Kabst

Kalköfen, Knotenpunkte und Kerniges standen bei der diesjährigen Anradelaktion in Kooperation vom Stadtmarketing Warstein und ADFC  im Mittelpunkt der 25 km langen Radtour. Unter Führung von Rita Cordes zeigte sich die wetterfeste 26 Menschen starke Radlergruppe begeistert von den touristischen High-Lights rund um Warstein. Bei abwechslungsreichem April-Wetter mit Schneetreiben, Sonnenschein und geringen Windstärken erfuhr die Gruppe wie Radreisen ohne Ortskenntnis, quasi durch Radeln nach Zahlen, einfach organisiert werden kann. Es gibt Ansprechpartner und Stationen um die Strecken mit Erlebniswert planen zu können. An den Knotenpunkten und den Anlaufstationen können viele Informationen und Eindrücke von Landschaft, Kultur und Geschichte der Region gesammelt werden. Da gibt es Geschichten und Geschichte rund um die alten Kalköfen zur Herstellung von Brandkalk, Aussichtspunkte mit einem Überblick und Tiefblick in die Produktionsstätten, das stillgelegte Erzbergwerk Große David, Natur und Nahrung in Gaststätten und der Lörmecke-Quelle, das Trinkwasserreservoir für die Versgorgung der Einwohner der Gemeinden am Haarstrang. Neben Rita Cordes hat Sylvia Lettmann vom Stadtmarketing für das Wohlbefinden der Radlergruppe gesorgt. Wer mehr davon erfahren möchte beginnt einfach am Knotenpunkt am Markt in Warstein-Belecke. Gäste sind in Warstein immer willkommen.

Ökologische Fleischproduktion im Hellweg-Hof

Foto Tour 6.9.14; Manfred Kaul

Beim Besuch des Hellweg-Hofes in Hündlingsen bei Welver-Nateln informierten sich einige aktive Mitglieder über ökologischen Landbau und Viehzucht.

Die köstlichen Milch- und Fleischprodukte des Hofes in der Umstellung auf den Biolandhofstatus wurden mittags beim gemütlichen Grillen verkostet.

Mitglieder aus Lippstadt reisten dazu mit der Bahn nach Soest um dann zusammen mit der Gruppe von 16 Personen per Solorad oder Tandem durch die Bördelandschaft zum Hof zu fahren. Der kleine Familienbetrieb begrüßte die Gruppe im Grünen mit einer Schar Gänse und der 20köpfigen Milchkuhherde mit braunem Fell, samtenen Augen und imposanten Hörnern. Bei der Betriebsführung erfuhren die Teilnehmenden von der Aufgabe, die Landschaft und Kultur zu fördern und von der Vernetzung engagierter Bauern mit ökologischem Bewusstsein.

Gesunde und regionale Kreisläufe des Wirtschaftens, würdevolle Behandlung des Viehs und der Menschen auf dem Hof, das sind wesentliche Aspekte, die fühlbar werden auf dem alten Hof mit Geschichte.

Die Radtour wurde von Stefan Hammeke geführt in einem entspannten Tempo durch Waldstücke, Wiesen und Felder abseits des Autoverkehrs. Der Rundkurs endete am frühen Abend wieder an der Radstation am Bahnhof Soest.

Ansprechpersonen im ADFC Kreisverband Soest e.V.

Christian Ringel, Lippstadt

(02941) 96 86 010

Klaus Kabst, Soest

(02921) 33 5 32

Rita Cordes, Warstein

(02902) 76 8 46

Christian Steinhaus, Lippetal

(02923) 65 37 5

Kontakt

Anfragen zur Radfahrschule, die von Christine und Klaus Kabst geführt wird, können Sie gerne auch zentral stellen und anrufen; ein Anrufbeantworter ist geschaltet unter:

 

+49 2921 98 17 000 AB

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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