ADFC Soest und VCD Ortsgruppe Soest fordern eine öffentliche Anhörung zur Planung der Veloroute 3

Hier ein Auzug aus der Stellungnahme des Kreisverbandes, die in mehrereren Abschnitten in das Beteiligungs-portal der Stadt auf die Seite mitdenken-soest.de eingestellt wurde, jedoch bisher nicht öffentlich sichtbar ist.
Der erste Vorsitzende Klaus Kabst begründet die Ablehnung des Planungsentwurfs aus Sicht des "Langsamverkehrs" (Auszug):

"Unfallsicheres und zügiges Radfahren ist hier nicht möglich, Fuß-, Rad- und der Kfz-Verkehr werden in absehbare Konflikte geführt, die Unfallgefahr steigt statt zu sinken. Die vorgeschlagene Trassenführung hat den Namen „Veloroute“ oder gar „Radschnellweg“ nicht verdient, weil durch die Route überwiegend Schritttempo gefordert wird." (...) "Wie soll die Trennung von Rad- und Fußverkehr gelingen? Werden die jetzt schon bestehenden Hindernisse wie Verkehrsschilder, Straßenlampen und Treppen zu Hauseingängen beseitigt?" Im Weiteren verweist der KV-Vorsitzende auf bereits vorliegende Vorschläge von SO-Lebenswert oder den Ursprungsplanungen mit anderer Streckenführung. Artikel in der Presse und Diskussionen im ADFC Forum Radverkehr Soest und Nachrichten an die Verbände haben deutlich werden lassen, dass eine Moderation und offener Dialog zum Interessenausgleich erforderlich ist, um den Förderrichtlinien zur Umsetzungsplanung des Gesetzes zu entsoprechen und einer verbesserten Verkehrsführung gerecht zu werden.

Mit Spaß bei der Kidical Mass

Jeder Radweg ist ein Schulweg - und Kinder wollen sicher und selbstständig unterwegs sein,“ betonte Bernd Ellersiek vom VCD bei der Einladung zum Mitradeln. Gemeinsam mit dem ADFC war die Familien-Fahrraddemo ein Teil der Bewegung (Kidical Mass Forderungen), die in ganz Deutschland Kinder, Jugendliche und ihre Eltern Gelegenheit bot, auf der Fahrbahn Präsenz zu zeigen.

Eine Gruppe radfahrender mit Helmen und Schutzwesten von kleinen und großen Rädern nimmt eine ganze Spur in Fahrichtung ein Foto: Christine Kabst, ADFC Soest - ein Blick in den bunten Demozug

Kinder wollen selbstständig unterwegs sein. Sie wollen selber zur Schule laufen und sie wollen mit dem Fahrrad zum Sport oder zu Freunden fahren. Doch häufig werden sie ausgebremst, weil die Straßen zu gefährlich sind – und die Eltern müssen dann den Transport übernehmen. Es braucht endlich eine kindgerechte Verkehrspolitik:

  • Fahrradwege müssen breit und geschützt sein, Kreuzungen sicher und kindgerecht gestaltet sein.
  • Tempo 30 in Städten muss Standard werden und vor allen an KiTas und Schulen braucht es sichere Bereiche. 

Am 23.09. mit Start 15:00 Uhr vom Soester Bahnhof über den südlichen Ring ging es in die Randgebiete der Innenstadt. Der Demozug endete am Vreithof. Die teilnehmenden Kinder auf ihren Rädern in Begleitung von Erwachsenen und Fahrradbegeisterten mit ihren Lasten- oder Solorädern konnten auf der von der Kreispolizei abgesicherten Demoroute erleben, wie toll Radfahren in der Stadt sein kann. Entspannt im kindgerechten Tempo kam bei allen viel Spaß auf: man brauchte einmal nicht mutig im Verkehr sein, um radelnd unterwegs zu sein.

Foto: Christine Kabst, ADFC Soest - Klaus Rittinghaus vom ADFC Werl am Infostand des Kreisverbandes mit Material für Kinder und Eltern rund um das Rad und familienfreundliche Verkehrsinfrastruktur

Zum Abschluss am Vreithof standen Mitglieder von VCD und ADFC, um die Teilnehmenden über ihre Arbeit zu informieren und Hilfestellungen bei Anliegen zu geben. "Die nächsten drei Jahre werden wir nutzen, um ein Bündnis zu schmieden für eine familien- und kliamfreundliche Verkehrspolitik im Kreis Soest, betonen die beiden Vorsitzenden des ADFC Soest, Klaus Kabst aus Soest und Jörg Schad aus Werl.

Wo geht's lang? Unklare Rad- und Fußwegführung bei Querung Kölner Ring via Paradieser Weg

Ein Fahrradfahrer in Rückenansicht bei der Querung des Kölner Rings entlang der Kreuzung Paradieser Weg. Foto: Christine Kabst, ADFC Soest - Unklare Radführung über die neu gestaltete Kreuzung Paradieserweg-Kölner-Ring

Eva Hoffmann, Tandem2Ride-Sprecherin der ADFC-Kreisgruppe und zweite Vorsitzende des BSV Kreis Soest im Selbstversuch in Begleitung von Klaus Kabst erster Vorsitzender des ADFC Soest. Das Tandemteam aus dem offenen Stadtradelteam „Aufstieg für den Umstieg“, wo sich Mitglieder und Nichtmitglieder vom ADFC und VCD Ortsgruppe Soest für einen sicheren Rad- und Fußverkehr als klimafreundliche Mobilitätsalternative einsetzen, überprüften die Funktionalität der umgebauten Ampelkreuzung für Radfahrende wie Menschen mit einer Sehbehinderung.

Eva Hoffmann und Klaus Kabst bei der Inspektion der unklaren Verkehrsführung für Rad- und Fußverkehr Foto: Christine Kabst, ADFC Soest - Begehung der Furt mit Suche nach taktieln Elementen an der Radquerung des Kölner Ringes vom Paradieser Weg kommend

Heißer Herbst für Radfahrsicherheit

Fot: ADFC Soest, Skulptur JETZT aus geschichteten Steinbrocken am Seseke Radweg im Kreis Unna

Soester beteiligen sich beim Stadtradeln in der Zeit vom 13.8.-2.9.23. Das Team Aufstieg für den Umstieg möchte bewusst alle Mobilisten anmieren, das Rad zu nutzen und sich für den Klimaschutz und die Radinfrastruktur in der Stadt über das Stadtradeln hinaus einzusetzen.

Weitere Aktionen sind in Zusammenarbeit mit der VCD-Ortsgruppe Soest und dem BSV Kreis Soest geplant:

  • Infostand am 16.9.23 zur Europäischen Mobilitätswoche
  • Tandem2Ride bei der Raddemo Kidical Mass am 23.9.23 in Soest

ADFC Forum Radverkehr Soest geht in Serie

In Soest haben sich beim ADFC Fahrrad-klimatest 2022 genau 201 Personen zur Lage geäußert, darunter 89 mit kurzen und längeren Kommentaren.

Beim ersten ADFC Forum Radverkehr Soest vom 28.6. diskutierten die anwesenden neuen und alten Mitglieder des ADFC zusammen mit weiteren Interessierten, wie Bewegung in die auf der Stelle tretende fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt kommen kann. VCD Ortsgruppe Soest und Soester ADFC Mitglieder bündeln ihre Kräfte als Radfahrlobby: Einladung zum 26.07.23

Umstieg auf das Rad gefragt

Foto Christine Kabst: SOEST-Iluminat-vor-Fahrradabstellanlage am Teich 28.07.23

Januar 2022 können sich 54 Prozent der von der Kreditbank für Wirtschaft (KfW) in einer Studie zur klimaneutralen Mobilität Befragten vorstellen, das Fahrrad häufiger zu nutzen, wenn eine bessere Infrastruktur wie Radwege, Leihräder und sichere und trockene Abstellplätze zur Verfügung stünden. Die Ergebnisse der KfW-Umfrage zur Verkehrswende zeigen: Auch auf dem Land können sich viele Menschen vorstellen, vom Auto auf's Rad umzusteigen, wenn die Voraussetzungen stimmen.

zum Beitrag des Bundesverbandes dazu

Südost-Veloroute, gut gedacht - schön gebaut, schlecht ausgewiesen

Zwei Jahre hat es gebraucht, bis der erste Bauabschnitt der ersten Veloroute (Radvorrangroute vom Nottebohmweg zum Ostenhellweg) mit einer durch Bewegungsmelder beleuchteten Strecke fertig gestellt und einer Fußgänger- und Radfahrampel zur Querung des Ostenhellwegs installiert worden ist.
Was als vorbildliche Maßnahme des Soester Verkehrsent-wicklungsplans für in erster Linie Berufspendelnde als Schnellverbindung von Bahnhof zum Gewerbegebiet Südost gedacht war und in zweiter Linie einen bequemen und sicheren Anschluss an die radturistische Route nach Warstein und Möhnesee bieten sollte, wird in der aktuellen Umsetzung zu Konflikten von Rad- und Fußverkehr führen. Die als Radverkehrsvorrangroute angekündigte Trasse ist nach StVO durch die Ausweisung als kombinierter Fuß-Radweg Bußgeld verdächtig. Radfahrende müssen sich der Beschilderung nach dem Fußverkehr im Tempo anpassen und haben eben nicht das Privileg des Vorrangs.

Fot: Christine Kabst, ADFC Soest - Querung Ostenhellweg zum kombinierten Rad- und Fußweg statt Veloroute

Die Stadt hätte problemlos die Trennung von Fuß- und Radverkehr beim Radwegneubau auf der alten WLE-Trasse durch die Nutzung des Bürgersteiges des Siegfriedwalls (links im Bild) auf Sichtweite zur Schnellverbindung realisieren können. Damit durchschnittlich 20 km/h in beide Richtungen vom Radverkehr gefahren werden können, ist eine Fahrbahn von ≥ 4,00 m ausreichend. Stattdessen wurde jetzt auch mit Markierungsfeldern ein Rad- und Fußweg-streifen in Gegenrichtung ausgewiesen, der gerade zur Querung hin eine nicht hinzunehmende Verengung des Radverkehrs aus beiden Richtungen vorsieht. Zudem ist auf dem Radstreifen des Ostenhellwegs in Richtung Bad Sassendorf auf Höhe der Ampel als Querungshilfe ein Fußgängerzeichen auf dem Boden markiert, so dass selbst erfahrene Radfahrende irritiert werden, ob sie den unterbrochenen Streifen auf dem Ostenhellweg verlassen und auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

Ghost Bikes erinnern an tödlichen Verkehrsunfall 2018, 2020, 2021

weiß überlackiertes Fahrrad steht am Thomatör in Soest: Ghost Bike Foto: ADFC Soest, Ghost-Bike am Thomätor in Soest

Am 18.5.2022 erinnern wir daran, dass wir alle um jedes Menschenleben trauern, das durch einen Radunfall verloren ging. In den letzten vier Jahren sind allein in Soest be-reits drei Radfahrende auf dem Weg zur Schule, zum Ausbildungsplatz oder einem anderern Anlass von einem Lastkraftwagen im Berufsverkehr erfasst und getötet worden. Die weiß überlackierten Ghost-Bikes stehen als Mahnmal an den Unfallstellen für dieses stille Gedenken. Außer dem Ride of Silence hat sich der ADFC Kreisverband in Werl und Warstein für die Sicherheit der Radfahrenden eingesetzt und Abbieghilfen beschafft. Allein in Soest sind bereits der Stadtverwaltung mit Spendenmitteln der Bevölkerung und der Volksbank eG der Jahre 2018 bis 2019 sechs Ampelspiegel übergeben worden, um zukünftig Abbiegeunfälle an gefährlichen Kreuzungen zu verhindern.  Darüber hinaus haben wir uns im Gesamtverband dafür eingesetzt, dass die Anschaffung von elektronischen Sperrsystemen in den Fahrzeugen verpflichtend für Hersteller werden, um zu helfen, Fahrfehler zu verhindern, die Menschenleben kosten. Wir brauchen diese Radinfrastruktur zur Realisierung der Vision "Zero Personenschäden" auf gesetzlicher Grundlage genauso wie bei der individuellen Teilnahme am Straßenverkehr bei allen Fahrzeugführenden.

Klimamarkt am 04.09.2021

Foto: Christine Kabst - gemeinsamer Infostand von VCD-Ortsgruppe Soest und ADFC Soest beim Klimamarkt 04.09.2021

Eine Demonstation klimapolitischer Initiativen und Verbände war der von der Thomägemeinde angeschobene Markt der Möglichkeiten zum Abschluss der kirchlichen Klimawoche in Soest. Der ADFC Infostand präsentierte sich verkehrs-politisch nachhaltig und inklusiv. Zusammen mit der Ortsgruppe Soest des VCD unterstützt der Kreisverband lokale Projekte und alternative Verkehrslösungen mit Rat und Tat.

 

Zur klimaneutralen Logistik eingesetzte Fahrzeuge waren:

  • der 20 Jahre alte Infostand (Lastenrad mit Holzbox)
  • der Hinterhercom - Anhänger, der sich mit einem Handgriff zum Handwagen umfunktionieren lässt
  • das ADFC-Tandem im Einsatz für das Projekt Tandem2Ride und zum Schnuppern für eine Probefahrt
Foto: Christine Kabst, Material Infostand

Den Klimamarkt nutzen Personen zum Aus-tausch und zur Information über: 

Rad beherrschen: 83 % der Unfälle werden nicht gemeldet

Foto: Klaus Kabst

Radfahrschule Soest trägt mit Fahrsicher-heitstraining zur Verkehrsvision „Zero Personenschäden“ bei. In Theorie und Praxis vermitteln die ADFC-Radcoachs Wissen und Technik sowie Respekt im Verkehr.

 

Studien aus dem Jahre 2020 belegen Unfallgründe

Jeder fünfte bis achte Unfall mit Menschen zu Fuß oder per Rad stehen im Zusammenhang mit parkenden bzw. anfahrenden Autos. Vor allem sogenannte Dooring-Unfälle und Sichtbehinderungen spielen eine Rolle: Fahrzeug-führende übersehen den Radverkehr, auch dann, wenn sich dieser korrekt auf Radwegen oder Radstreifen befindet. Plötzlich öffnet sich eine Wagentür oder das Kraftfahrzeug fährt aus einer Einfahrt oder Parklücke ohne den nötigen Schulterblick bzw. Einsicht auf die Fahrbahn.

 

Alleinunfälle oder Selbstverschulden eher die Ausnahme

Stürze und Unfälle nur mit Radbeteiligung, sogenannte Alleinunfälle beruhen auf Unaufmerksamkeit oder schlechte Ausstattung des Radfahrenden oder Fehlverhalten. Typisch sind Kollisionen mit Gegenständen (z.B. Hängenbleiben am Sattel, am Radfahrkorb- oder -tasche oder Lenker) sowie Unsicherheiten und Berührungen auf engen Radwegen im Gegenverkehr oder bei mäßig breiten Radwegen im Überholvorgang mit zu geringem Abstand.

 

Ausweichmanöver sind nötig, aber gefährlich

Fühlen sich Radfahrende auf der Fahrbahn bedrängt, weichen sie auf den Bürgersteig aus. Fühlen sie sich im Tempo behindert, überholen sie den „Langsamverkehr“ nach eigenem Ermessen mit Abstand.

 

Deshalb Selbstbeherrschung auf dem Rad trainieren

Damit hier das eigene Ermessen oder die Unsicherheit nicht zur Gefahr für andere oder Selbstgefährdung führt, lohnt es, die Selbstbeherrschung auf dem Rad zu trainieren. Ein solches Fahrsicherheitstraining für geübte Radfahrende mit und ohne E-Motor-Unterstützung bietet die Radfahrschule des ADFC Soest.

Fahrradstraßen geben Vorrang ?

Foto: Christine Kabst, Jakobistr./Ecke Jakobiwallstraße in Soest

Jüngste Fahrbahn-markierungen der neuen Fahrrad-straßen (Jakobistraße und Nöttenstraße) werden nicht von allen Auto- wie

Radfahrenden verstanden.

 

Zwei ausgewählte Originaltöne aus dem aktuellen ADFC-Fahrradklimatest 2021 zeigen, dass die Nutzung für Verkehrsteilnehmende unklar ist:

„Neben dem auch anderswo üblichen Zebrastreifen-Chaos (Fahrrad auf Radfahrstraße gegen Fahrrad auf unberechtigtem Zebrastreifen) sind nun häufig (Grundschul?-)Kinder rechts auf der Fahrbahn - ganz nah an den parkenden Autos vorbeifahrend - zu beobachten. Der dort markierte Seitenstreifen soll eigentlich Radfahrer vor sich plötzlich öffnenden Türen geparkter Autos schützen und sie auf der Fahrbahnmitte halten, stellt aus Sicht der Kinder nun aber eine ganz schmale Radspur dar, die sie befahren. Ärgerlich und gefährlich.

"Kürzlich beobachte ich auf der Nöttenstraße einen rad-fahrenden Senior, der sich vom hinter ihm fahrenden SUV bedrängt fühlte. Er wich von der Mitte der Fahrbahn auf den "Dooring-Schutzstreifen" aus, danach sich mühend das Gleichgewicht auf dem schmalen Streifen zu behalten auf den Bürgersteig in Höhe des Amtsgerichts, um das Auto vorbei zulassen. Der SUV beschleunigte dann auch sichtlich befreit vom Langsamverkehr."

Fahrradklima 2021 in Soest: 3,7

Mehr Rücksicht-nahme im Straßen-verkehr und Barriere-freiheit der Infrastruktur erwünscht

 

In der Detailbetrachtung der 402 Kommentare des örtlichen Fahrradklimas im Kreis Soest werden die Konflikte vor allem im innerstädtischen Verkehr deutlich, die mit der Dominanz von Planung und Ordnung aus Sicht des KFZ-Verkehrs tituliert werden. Belastend wirkt sich insbesondere aus:

  • die vorhandene Verkehrslast durch Lieferdienste oder in den Dörfern durch Landwirtschaftsverkehr,
  • im Vordergrund der Kritik stehen Einkaufssituationen oder riskante Querungen bzw.die fehlende Trennung von Rad-/Fuß- und Autoverkehr;
  • mehr Barrierefreiheit und Rücksichtnahme auf schwächere Verkehrsteilnehmende wird angemahnt.

Soest steht dabei an erster Stelle der Dringlichkeit, etwas zu unternehmen, direkt gefolgt von Warstein und Lippstadt. In allen - mit Geseke und Erwitte - fünf Kommunen, die in die Auswertung kamen, wird die Qualität der Radwege/-streifen und planerische Lösungen strittig diskutiert.

Erste Kidical Mass in Soest am 20.09.2020

Foto C. Kabst: Eröffnung der Raddemo am Bahnhof Soest durch Bernd Ellersiek (VCD-Ortsgruppe Soest) am Mikro und Klaus Kabst (2ter Vorsitzender ADFC Soest) gelbe Sicherheitsweste

ADFC Soest und VCD Ortsgruppe Soest haben gemeinsam anlässlich des Weltkindertages am 20.09.2020 Kinder und Eltern dazu aufgerufen, mehr Platz für sich mit dem Rad zu fordern. Mit Anschluss an die bundesweite Kidical Mass sollte auch in Soest mit der Aktion auf die notwendige Sicherheit und Mobilität mit dem Rad in der Stadt und auf dem Weg zur Schule aufmerksam gemacht werden. Rund 70 Personen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ihren Touren-, Lasten- oder Cityrädern bildeten den bunten Rad-Korso vom Soester Bahnhof über das Osthofentor durch die Innenstadt zum Ulrichertor, abgesichert durch die Kreispolizeibehörde. Bernd Ellersiek vom VCD betonte beim Auftakt der Versammlung die Kinderrechte auf Schutz vor Gefahren, auf ein gesundes Leben und eine intakte Umwelt sowie das Recht auf Selbstbestimmung und Beteiligung. Viel Beifall fand die Forderung nach einer Verkehrswende und einer Stadt für Menschen, nicht für Autos. Entsprechend machte der Tross an Gefahrenstellen für den Schulweg Halt und am Ghost-Bike am Wisby-Ring. Das weißlackierte Rad steht dort zum Gedenken an den getöteten Schüler, der durch einen rechtsabbiegenden LKW sein Leben verlor. Klaus Kabst, zweiter Vorsitzender des ADFC Soest betonte, dass einige Kreuzungen durch Spenden über den ADFC mit Spiegeln ausgerüstet worden sind, damit der tote Winkel an den LKWs ausgeglichen werden kann. Noch sicherer werden die Straßen, wenn im gesamten Stadtgebiet die Höchst-geschwindigkeit auf 30 km reduziert werden würde. Beide Vereine fordern schon lange, dass Verkehrsströme mehr für die Menschen und weniger für die Autos in der Stadt geregelt werden. Innenstadtlogistik und Klimaschutz müssen neu gedacht und Konzepte gefördert werden, bei denen schwächere Verkehrsteilnehmende sicher ans Ziel kommen können und zwar Generationen übergreifend. Die Veranstalter sehen deshalb die erste Kidical-Mass als einen Auftakt, die Interessen von Radmobilisten jeden Alters und der Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, in der Klima- und Verkehrspolitik sowie Stadtentwicklung genauer unter die Lupe zu nehmen: „Wir möchten Beteiligung auf allen Ebenen und dazu unsere Kräfte bündeln“, versprechen sie, sodass weitere Aktionen folgen werden.

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Tobias Krämer, Lippstadt

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Tel. (02941) 9 68 60 10

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Ansprechpartnerin Aktiventreff Warstein

Rita Cordes, Warstein

Tel.: (02902) 76 8 46

Kontakt: rita.cordes@adfc-kreisverband-soest.de

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